Was mitnehmen in den Rijksmuseum?
Wer ins Rijksmuseum kommt, unterschätzt meistens zwei Dinge: die Größe des Gebäudes und die Härte des Bodens.
Kurz gesagt, was dich hier überrascht
- Der Boden in den historischen Sälen besteht aus Marmor und Fliesen – nach zwei bis vier Stunden Stehen und Gehen schmerzen die Fußsohlen erheblich, besonders bei ungeeignetem Schuhwerk.
- Große Rucksäcke und Taschen müssen an der Garderobe abgegeben werden, was in Stoßzeiten zu Warteschlangen führt und den Besuchsfluss unterbricht.
- In den belebten Hauptsälen und der Atrium-Halle erzeugen Besuchergruppen und laufende Audioguides einen anhaltenden Geräuschpegel, der die Konzentration beim Betrachten der Gemälde erschwert.
Warum diese Liste?
Über achtzig Säle auf mehreren Stockwerken bedeuten mehrere Kilometer auf Marmor und Fliesen – falsche Schuhe rächen sich nicht sofort, sondern erst nach der zweiten Stunde. Dazu kommt im Winter der ständige Wechsel zwischen dem geheizten Inneren und den kühlen Eingangsbereichen oder der unüberdachten Schlange im Freien, wo Regen und gelegentlicher Schnee Wartende direkt treffen. Die offizielle App, die für Touren und Wartezeiten unverzichtbar erscheint, leert den Akkustand oft früher als erwartet. Diese Liste spart die Offensichtlichkeiten aus und konzentriert sich auf das, was Besucher beim Verlassen des Museums vermissen – oder sich gewünscht hätten mitzunehmen.
✔Vor der Abreise zu erledigen
Dein Countdown: jede Aufgabe zum richtigen Zeitpunkt, von der frühesten bis zum Abreisetag.
- Ohne Vorabreservierung können Warteschlangen im Freien bei Winterkälte 45 bis 90 Minuten dauern; das Zeitfensterticket garantiert direkten Einlass.
- Die Garderobe ist in Stoßzeiten überfüllt; wer vorab entscheidet, welche Schichten er abgibt und welche er behält, spart mehrfache Umwege und Wartezeit.
- Das Rijksmuseum umfasst über 80 Säle auf mehreren Stockwerken; ohne Grundriss verliert man leicht die Orientierung und verpasst gezielt gesuchte Werke wie die Nachtwache.
✔Die Must-haves
Ohne diese ist der Tag im Eimer. Nicht vergessen.
- Die Marmorböden sind glatt, und bei Winterwetter werden Eingangsbereiche durch hereingetragene Nässe rutschig; flache Sohlen mit gutem Grip sind notwendig.
✔Nice-to-haves
Nicht lebensnotwendig, aber deutlich komfortabler damit.
- Der Marmor- und Fliesenboden ermüdet die Fußsohlen nach zwei bis vier Stunden erheblich; eine gepolsterte Einlage in ohnehin mitgebrachten Schuhen mildert diesen Effekt spürbar.
- Große Rucksäcke müssen an der Garderobe abgegeben werden; ein flacher, faltbarer Beutel für Wertsachen und die Jacke bleibt bei dir und spart den Umweg zur Gepäckaufbewahrung.
- Glasreflexionen und schlechte Beleuchtung machen das Abfotografieren von Informationstafeln oft unbrauchbar; handschriftliche Notizen sind zuverlässiger für gesuchte Werktitel oder Katalognummern.
- Der anhaltende Geräuschpegel in den belebten Hauptsälen durch Gruppen und Audioguides kann ermüden; Ohrstöpsel helfen, sich beim Betrachten der Gemälde besser zu konzentrieren.
- Die Rijksmuseum-App läuft für selbstgeführte Touren durchgehend im Vordergrund und leert den Akkustand eines durchschnittlichen Smartphones deutlich vor Ende des Besuchs.
- In den belebten Sälen ist der Audioguide-Kommentar ohne Kopfhörer kaum hörbar; das Ausleihen von Leihgeräten an der Rezeption erzeugt eine zusätzliche Warteschlange.
- Das Café und Restaurant sind stark ausgelastet und teuer; Wasserstellen im Museum ermöglichen kostenloses Nachfüllen während des mehrstündigen Rundgangs.
- Das Museumsrestaurant ist in Stoßzeiten lange besetzt und teuer; ein mitgebrachter Snack ermöglicht eine kurze Pause im Atrium oder den Gärten ohne Wartezeit.
✔Wetter & Saison
Je nach Reisezeit und Wetterlage anzupassen.
- Das Museum ist beheizt, aber Eingangsbereiche und Atrium-Durchgänge sind kühler; eine mitgeführte Zwischenschicht schützt bei wiederholten Übergängen zwischen innen und außen.
- Die Warteschlange vor dem Eingang und die Wege zur Tram sind unüberdacht; im Januar/Februar fallen durchschnittlich 12 von 32 Tagen Niederschlag – Regen oder Schnee treffen Wartende direkt.
- Nach dem Museumsbesuch wartet man oft auf die Tram oder sucht das Fahrrad bei 1–6 °C; ein Schal im Beutel – statt im abgegebenen Mantel – ist dann sofort griffbereit.
✔ Meine Ergänzungen
Erstelle ein Konto, um deine Listen zu speichern und auf allen Geräten zu finden.
- Alle deine Checklisten gespeichert und jederzeit abrufbar
- Auf dem Handy wie am Computer
- Dein Abhaken genau dort, wo du aufgehört hast
✔ Gut zu wissen
- Ticket lieber vor dem Besuch online buchen: Alle Besucher – auch Inhaber einer Museumskarte – wählen vorab einen Startzeitraum. Spontan vorbeizukommen kann zu Wartezeiten an der Kasse führen. Quelle
- Einen kompakten Beutel einplanen: Im Saal sind nur Handtaschen bis maximal A4-Format (ca. 21 × 30 cm) erlaubt. Größere Taschen, Rucksäcke oder Trolleys lässt du am kostenlosen, bewachten Garderobenraum zurück. Quelle
- Kartenzahlung bereithalten: Das Rijksmuseum akzeptiert keine Barzahlung – weder für Tickets noch im Shop oder Café. Eine Kredit- oder Debitkarte (kontaktlos) ist die sichere Wahl. Quelle
- Bequeme Schuhe anziehen: Der Besuch führt durch mehrere Stockwerke und zahlreiche Galerien; plane mindestens zwei bis drei Stunden ein und schone deine Füße. Quelle
- Großes Gepäck vorab verstauen: Koffer und sperrige Taschen können weder in der Garderobe noch in den museumseigenen Schließfächern abgegeben werden. Der Lockerpoint am Museumplein oder die Gepäckaufbewahrung am Hauptbahnhof sind gute Alternativen. Quelle
- Die kostenlose Rijksmuseum-App schon vor dem Besuch herunterladen: Sie enthält einen Audioguide mit 14 Highlights und funktioniert auch offline – praktisch, um sich im Gebäude zu orientieren. Quelle
- Selfie-Stick / Einbeinstativ — Stative, Monopods und Selfie-Sticks werden in den Galerien nicht zugelassen – ein Smartphone in der Hand reicht fürs Foto völlig aus.
- Trolley / großer Koffer — Reisetaschen und Koffer können weder in der Garderobe noch in den Schließfächern aufbewahrt werden; besser am Hotel oder am Lockerpoint Museumplein lassen.
- Regenschirm (Langschirm) — Nasse oder große Schirme müssen in der Garderobe abgegeben werden; ein kompakter Taschenschirm im A4-Format spart den Umweg.
- Stativ / Kamerastativ — Stative aller Art sind in den Ausstellungsräumen nicht gestattet; Handaufnahmen ohne Blitz sind dagegen ausdrücklich willkommen.
Offizielle Website von Rijksmuseum
✔ Häufige Fragen
Wie kommt man am besten zum Rijksmuseum und wo kann man parken?
Das Museum ist mit der Straßenbahn (Linien 2 und 12, Haltestelle Rijksmuseum) und per Fahrrad sehr gut erreichbar; Amsterdam verfügt über große überdachte Fahrradparkplätze direkt am Museum. Mit dem Auto ist die Anfahrt wegen begrenzter Parkplätze und hoher Gebühren im Stadtzentrum eher unpraktisch; Park-and-Ride-Plätze an der Stadtgrenze mit Tramanbindung sind eine günstigere Alternative. An Wintertagen mit Schnee oder Glätte empfiehlt sich die Tram gegenüber dem Fahrrad.
Muss man für das Rijksmuseum Tickets im Voraus buchen?
Das Museum empfiehlt dringend, Tickets mit festem Zeitfenster online zu reservieren, da die Tageskassen häufig ausverkauft sind oder lange Warteschlangen entstehen – besonders an Wochenenden und in der Hochsaison. Im Winter sind spontane Eintritte manchmal möglich, aber auch dann können Warteschlangen im Freien bei Kälte entstehen. Wer die Museumkaart besitzt, hat gesonderte Einlassregelungen; prüfe vorab, ob trotzdem eine Zeitfensterreservierung notwendig ist. Tickets für Kinder und ermäßigte Eintritte sind ebenfalls online erhältlich.
Was zieht man am besten für einen Besuch im Rijksmuseum im Winter an?
Bequeme, gut gedämpfte Schuhe mit griffiger Sohle sind entscheidend, da der Boden in den historischen Sälen aus Marmor und Fliesen besteht und bei Winterwetter an Eingangsbereichen rutschig werden kann. Das Museum ist beheizt, aber Eingangshallen und der Atrium-Bereich können kühler sein; ein dünner Pullover zum An- und Ausziehen ist praktischer als ein einzelner dicker Mantel. Für den Weg zwischen Haltestelle und Eingang bei 1–6 °C und möglichem Schnee oder Regen empfiehlt sich eine wasserdichte Jacke und ein griffbereiter Schal.
Kann man im Rijksmuseum fotografieren?
In den meisten Sammlungsräumen ist Fotografieren für private Zwecke ohne Blitz erlaubt. Einzelne Leihausstellungen oder Sonderräume können eigene Einschränkungen haben, die durch Piktogramme ausgewiesen werden. Glasreflexionen auf den Gemälden sind eine häufige Schwierigkeit; ein seitlicher Winkel und ausgeschalteter Blitz helfen. Stative und professionelle Ausrüstung sind in der Regel nicht gestattet.